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10.07.2020

Corona-Krise: Beratende Informationen zum Ersatzunterricht (FERNLERNUNTERRICHT)

Ersatzunterricht zu Hause Unter dem Begriff "Homeschooling" werden landesweit Modelle angestrebt, den Schülerinnen und Schülern, sowie den Eltern Unterrichtsmaterial und Arbeitsvorlagen auch auf digitalem Weg zukommen zu lassen.

"Homeschooling" mit DSGVO

Der Begriff Homeschooling in Bezug auf die digitale Lernstoff-Versorgung der Schülerschaft für zu Hause wird derzeit in den Medien, Presse und TV eigentlich falsch verwendet. Denn Hausunterricht in der Form, dass die Schulpflicht umgangen wird, ist in Deutschland verboten. In der aktuellen Situation ist es daher richtig von Fernlernangeboten oder von Fernlernunterricht zu sprechen.  

Hinweise und Empfehlungen für Schulen

Achten Sie bei Software auf Angebote, die eine Datenverarbeitung im Auftrag der Schule (Art. 28 DSGVO, sog. „Auftragsverarbeitung“) vorsehen. Dies erfordert einen ADV-Vertrag und eine Übernahme in das Verfahrensverzeichnis der Schule. Die Schule muss jederzeit Kontrolle über die Datenverarbeitung haben. Achten Sie auf den Hinweis, dass der Hersteller keine Nutzerdaten an Dritte weitergibt und keine Tracking Tools einsetzt. Vermeiden Sie längerfristige vertragliche Bindungen und Abonnements. Lehrkräfte, die eigene Endgeräte verwenden, sollten gemeinsam mit der Schulleitung darauf achten, den "Antrag auf Nutzung privater Datenverarbeitungsgeräte..." auszufüllen. 

Videokonferenzsysteme

VideoCalls und Videoconferencing-Tools sind in der Krisenzeit von Eltern, SuS, Schulen und Lehrkräfte besonders angefragt. Eine pauschale Freigabe von Anwendungen wie Zoom, Skype, Cisco Webex, Alfaview, etc. gibt es nicht. Auch ist im Schreiben von Herrn Ministerialdirektor Föll an alle Schulleitungen vom 14.03.2020 keine Genehmigung über die DSGVO hinweg für Microsoft Teams als Dienst erteilt worden. Bitte beachten Sie als verantwortliche Schulleitung den Datenschutz. Vieles ist datenschutzrechtlich bedenklich. Das Kultusministerium bietet allen Schulen kostenlos Moodle mit Videokonferenzen (BBB) an. 

1. Jitsi sicher über SMZ/KMZ/LMZ

Alternative Nutzung von Jitsi kann nun sicher über den Server des SMZ Karlsruhe oder über die Server des KMZ Karlsruhe aufgerufen werden:

Achtung: Wählen Sie als Konferenzraumname bei Videokonferenzen nicht "Test" oder "Klasse8" o.ä., damit nicht andere Teilnehmer unabsichtlich dazukommen! Eine Passwortvergabe als Moderator ist wichtig! Vor der Nutzung sollte man sich auch hier einmalig eine Zustimmung mit Datenschutzhinweisen einholen!

2. Big Blue Button mit Moodle

Videokonferenztool für Schulen im Südwesten - Zusätzliche Fortbildungen für Moodle und Big Blue Button

In diesem Zusammenhang hat das Kultusministerium auf den Anstieg der Anfragen von Schulen nach einem datenschutzkonformen Videokonferenztool reagiert und Big Blue Button (BBB) bereits seit Mitte April in einer Testphase zur Verfügung gestellt. Interessierte Schulen können seit Anfang Mai Bedarf anmelden und BBB als zusätzliche Funktion in ihrem Moodle-Account, der allen Schulen am Beginn der Corona-Pandemie zur Verfügung gestellt wurde, freischalten lassen. „Eine Videokonferenz kann zwar den Unterricht im Klassenraum nicht ersetzen, aber sie kann eine sinnvolle Ergänzung darstellen“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und fügt an: „In welcher Form Big Blue Button zum Einsatz kommt, entscheiden die Lehrkräfte nach pädagogischen und didaktischen Gesichtspunkten selbst.“

Anfragen zur direkten Nutzung können über bbb@lehrerfortbildung-bw.de gestellt werden.

Einige Hinweise und beratende Informationen

Anschreiben digitale Unterrichtsversorgung

Onlineangebote und Ideen zum digitalen Unterricht

Textvorschlag Einverständnis VideoCall Schüler/Eltern mit Jitsi - Freiwillige Nutzung auf der Grundlage einer informierten Zustimmung
    Beispiel der Hopp-Foundation (mit freundlicher Genehmigung)

Textvorschlag informierte Zustimmung Web/Video Call

Hinweise der Pressestelle des Landesdatenschutzbeauftragten BW

Freie Onlineangebote für Schulen (datenschutzfreundlich)

Anton - Lernapp

KMK Linkliste für Lernen von zu Hause

Landesbildungsserver Onlineunterricht / Prüfungsvorbereitung

LearningApps - Viele Aufgaben und Tests

LMZ - Übersicht, Hinweise und Angebote

Meetzi - Virtuelles Klassenzimmer

Moodle "Light" für Schulen
BigBlueButton für Videokonferenzen an Schulen

Netzklasse (browserbasierter Unterricht)

Planet Schule SWR Schulfernsehen

Je nach Uhrzeit kommt es bei einigen Onlinetools zu Schwierigkeiten, da die Internetseiten der Anwendung überlastet sind. Um die angegebenen Links zu testen, versuchen Sie es wenn möglich auch zu späteren Zeitpunkten.

Messenger Threema für Schulen

seit Ende April stellt das Kultusministerium den Instant-Messenger „Threema Work“ für Lehrkräfte zur Verfügung, der zu dienstlichen Zwecken datenschutzkonform genutzt werden kann. Für Eltern, Schülerinnen und Schüler ist der Messenger nicht kostenlos. Umfangreiches Begleitmaterial zur Einrichtung und Nutzung des Messenger finden sie auf den Seiten des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg unter: www.lmz-bw.de/threema-work

Info zu Messenger Threema Lehrkräfte

Datenschutzerklärung für Lehrkräfte

Nutzungsordnung für Lehrkräfte

Datensparsame Konfiguration aus Datenschutz-Brief #3
    (mit freundlicher Genehmigung bDSB, SSA Pforzheim)

Warnung vor Zoom.us des LfDI (29.04.2020) wurde aufgehoben

Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/brink-warnt-vor-zoom-100.html

Warnung des LfDI wurde gehört – Zoom bessert nach
Der Videokonferenz-Dienst Zoom bewegt sich. Im April hatte der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg (LfDI), Dr. Ste-fan Brink, anlässlich eines Sicherheitsvorfalls an einer Freiburger Schule vor der Nutzung des Dienstes im Schulunterricht gewarnt. Hierauf reagierten erfreulicher Weise nicht nur Schulen, sondern auch Zoom. [...] „Das ist ein guter Weg, den Zoom hier eingeschlagen hat“, konstatiert der LfDI Stefan Brink, „und diese Fortschritte nehmen wir als Datenschutz-Aufsichtsbehörde positiv zur Kenntnis.“ Daher besteht aus Sicht des LfDI kein Anlass mehr, seine an alle Schulen in Baden-Württemberg ausgesprochene Warnung länger aufrechtzuerhalten.

Artikel mit Text zur Aufhebung des LfDI vom 24.06.2020

Hinweise zur Nutzung von Microsoft Teams / MS-O 365

Auf Grund der noch zu prüfenden MS 365 / Office 365 Pläne und der neuen Beurteilung der rechtskonformen Nutzung von Microsoft-Diensten, die aktuell in einem ganz neuen Licht erscheinen, da sich die Rechtslage durch das ergangene EuGH-Urteil „Schrems II“ maßgeblich verändert hat, können keine abschließenden Bewertungen ausgesprochen werden! Ein Verbot durch das Kultusministerium liegt nicht vor! (Juli 2020)

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