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Orientierungsstufe

Merkmale und Ziele der Orientierungsstufe

Die Aufnahme in die Orientierungsstufe (= Klasse 5 und 6) der Realschule und des Gymnasiums erfolgt durch direkte Anmeldung der Erziehungsberechtigten an den jeweiligen Schulen. Beim Übergang in die Orientierungsstufe einer Hauptschule beruht die Anmeldung auf freiwilliger Grundlage.

Der personale Bezug - der die Arbeit in der Grundschule prägt - wird in der Orientierungsstufe weitergeführt. Den Klassenlehrerinnen und -lehrern kommen in der Orientierungsstufe besondere Aufgaben zu:

a) Sie sorgen für die Entwicklung einer guten Klassengemeinschaft - diese ist für das Einleben in der neuen Schule von großer Bedeutung.

b) Sie informieren zusammen mit den in der Klasse unterrichtenden Lehrkräften Schülerinnen und Schüler sowie Eltern über die Arbeit in der Orientierungsstufe und die Unterrichtsinhalte der einzelnen Klassenstufen.

c) Sie beobachten und fördern in Zusammenarbeit mit den Fachlehrerinnen und -lehrern die Persönlichkeits-, Lern- und Leistungsentwicklung der/des einzelnen Schülerin/Schülers - auch im Hinblick auf eine mögliche Laufbahnkorrektur.

d) Sie initiieren und organisieren fächerverbindende, unterrichtliche und außerunterrichtliche Aktivitäten.

e) Sie pflegen intensiven Kontakt mit den Erziehungsberechtigten.

Durch verstärkte Beratung der Erziehungsberechtigten und durch Informationen zur Entwicklung des Kindes (die die Erziehungsberechtigten an die Schule weitergeben), können die Schülerinnen und Schüler individuell gefördert werden.

Fördermaßnahmen

In der Orientierungsstufe werden Fördermaßnahmen in den Fächern Deutsch und Mathematik sowie in der Fremdsprache angeboten. Mit dem Förderunterricht sollen insbesondere Laufbahnkorrekturen innerhalb der Orientierungsstufe vorbereitet und/oder abgesichert sowie vorübergehende Lücken einzelner Schülerinnen und Schüler geschlossen werden.

Eine Teilnahme am Förderunterricht kann nur in einem zeitlich begrenzten Umfang erfolgen; die gleichzeitige Teilnahme an drei Fächern ist nicht zulässig - der Förderunterricht darf nicht die Funktion von Nachhilfestunden erhalten.

Beratungslehrer/inneneinsatz

Der Tätigkeit der Beratungslehrer/innen kommt in der Orientierungsstufe besondere Bedeutung zu, um kontinuierlich erforderliche Korrekturen der Schullaufbahn durch (gezielte) Beratung der Eltern zu erleichtern.

Kontakt zwischen Schule und Elternhaus

In der Orientierungsstufe ist ein enger Kontakt zwischen Schule und Elternhaus erforderlich. Durch verstärkte Information und Beratung der Erziehungsberechtigten sowie durch Informationen, die die Erziehungsberechtigten der Schule über die Entwicklung ihrer Kinder geben können, kann eine mögliche bzw. notwendige Schullaufbahnkorrektur erkannt bzw. vorbereitet werden.

Schullaufbahnempfehlung; Schullaufbahnkorrektur

Am Ende eines Schulhalbjahres der Orientierungsstufe kann eine Bildungsempfehlung ausgesprochen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn erwartet werden kann, dass eine Schülerin oder ein Schüler den Anforderungen einer anderen Schulart voraussichtlich gerecht werden bzw. den Anforderungen der besuchten Schulart voraussichtlich nicht mehr entsprechen kann (hierbei orientiert sich die Klassenkonferenz an der Multilateralen Versetzungsordnung).

Bei der Erstellung der Bildungsempfehlung durch die Klassenkonferenz nimmt die/der für die Schule zuständige Beratungslehrer/in mit beratender Stimme teil.

Jeweils am Ende der Klasse 5 und Klasse 6 erfolgt eine Versetzungsentscheidung.
Die Wiederholungsmöglichkeit innerhalb der Klassenstufen 5 und 6 richtet sich nach der entsprechenden Versetzungsordnung. Für das Überwechseln in eine andere Schulart (anstatt der Wiederholung) gelten die Bestimmungen der Multilateralen Versetzungsordnung.

Die Entscheidung über einen Wechsel in eine andere Schulart treffen die Erziehungsberechtigten.

Zentrale Aufnahmeprüfung

Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe, die ohne eine entsprechende Schulartempfehlung

  • von der Hauptschule in die Realschule
  • von der Hauptschule in das Gymnasium
  • von der Realschule in das Gymnasium

wechseln wollen, müssen eine Aufnahmeprüfung an einer zentral gelegenen Schule absolvieren.

Wie geht es weiter?

  • Übergang in die (Klasse 7 der) Hauptschule
  • Übergang in die (Klasse 7 der) Realschule
  • Übergang in die (Klasse 7 des) allgemein bildenden Gymnasiums

Weitere Informationen:

  1.  Aufnahmeverfahren für die auf der Grundschule aufbauenden Schularten;  Orientierungsstufe
     Verwaltungsvorschrift vom 5. November 2000


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